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72,0 km Strecke
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936 Höhenmeter
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4:14 h aktive Fahrzeit
Probstzella
Kronach
Probstzella, Bauhaushotel
Rennsteig
Kleintettau
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Kronach
nach Probstzella
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Abfahrts/Ankunftsort
Sehenswürdigkeiten
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Probstzella, Bauhaushotel
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Rennsteig
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Kleintettau
Mit dem Fahrrad über den Rennsteig.
Von unserem kostenfreien Parkplatz direkt unter der Burg Rosenberg haben wir Kronach über grobes Kopfsteinpflaster verlassen.
Vorbei an einem Mahnmal zum Aussenlager des KZ Flossenbürg haben wir kurz nach Burggrub die ehemalige Zonengrenze passiert.

Ohne besondere Schwierigkeiten hat uns der gute Radweg nach Sonneberg geführt. Am Kreisverkehr wurden wir vom Sonneberg Reiterlein begrüßt.

Als "Pferdlein mit Pfeiflein im Ärschlein" ist es ein Wahrzeichen Sonnebergs als "Weltspielwarenstadt".
Bei Wikipedia steht: Vor dem Ersten Weltkrieg wurden im Raum Sonneberg rund 20 % der auf dem Weltmarkt gehandelten Spielwaren vorwiegend in Heimarbeit hergestellt.
Den Abstecher in die Stadt sollte man aber nur machen, wenn man explizit z.B. das Spielwarenmuseum besichtigen will, weil der Radweg schlecht und auf der Strasse sehr viel Verkehr ist.
Die Passage von Sonneberg nach Lauscha sind wir auf der Strasse gefahren, was aber bei wenig Verkehr gut machbar ist. Kurz vor Lauscha hat uns eine Baustelle leider zu einer Umleitung gezwungen. Über einen nicht fahrradtauglichen Anstieg

konnten wir danach auf einem Forstweg nach Lauscha radeln. Die Glasmacher und Glasbläser haben Lauscha überregional bekannt gemacht. Während unserer Einkehr im Glaszentrum konnten wir einem Künstler bei der Arbeit zusehen.

War das Profil der Strecke bisher immer leicht ansteigend, wurde es nun wirklich steil hinauf zum Rennsteig. Auf der Passhöhe der Strasse sind wir an einem Kriegerdenkmal für Thüringer Wintersportler in den Rennsteig eingebogen. Die Wege sind asphaltiert oder geschottert und mit ein bißchen Vorsicht problemlos zu befahren. Auf der Höhe angelangt mussten wir leider feststellen, dass Klimawandel und Borkenkäfer ganze Arbeit geleistet haben. Aus dem Thüringer Wald ist weitgehend eine fast baumlose Thüringer Hügellandschaft entstanden.

Vorbei am Griffel-Schiefersteinbruch (Schiefer minderer Qualität wurde zu Schreibwerkzeugen verarbeitet) und über Spechtsbrunn haben wir Kleintettau erreicht. Der Ort ist bekannt durch die Firma Heinz Glas, die Glasflacons für weltweit führende Parfümhersteller produziert. Über einen kuriosen Grenzverlauf mit seinen Konsequenzen zu Zeiten der Teilung, den "Kleintettauer Zipfel", kann man heute nur noch schmunzeln.
Hier haben wir den Rennsteig verlassen und konnten auf bester Strasse die Abfahrt hinunter zum Fluß Loquitz genießen. Kurz vor Lauenstein haben wir uns von einem Wegweiser "Radweg Probstzella 6 km" verführen lassen, von der geplanten Strecke abzuweichen . Auf losem Untergrund, fast nicht fahrbar, zunächst steil bergauf danach wieder bergab bereuten wir unsere Entscheidung, die Bundesstrasse im Tal entlang des Flusses verlassen zu haben, schwer.
Trotzdem sind wir wohlbehalten in Probstzella eingerollt und konnten im Bauhaushotel einchecken. Franz Itting als Geldgeber und Albrecht Arndt als Architekt haben hier von 1925 bis 1927 etwas Besonderes erschaffen. Heute eine mit viel Liebe wiederbelebte "Location". Sehr interessant was die Entstehung und die jeweilige Nutzung betrifft.
Bilder von der Radtour
Verpflegung














































































