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58,4 km Strecke
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902 Höhenmeter
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3:04 h aktive Fahrzeit
Waidhaus
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Waidhaus
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Abfahrts/Ankunftsort
Unterwegs auf den Spuren deutsch-tschechischer Geschichte.
Wir starten unsere Tour am Bockl Radweg am ehemaligen Bahnhof von Waidhaus.

Kurz nach dem Ort kommen wir zur Pfraumbergkapelle. Dort haben sich Menschen, die nach dem Krieg aus ihren Dörfern jenseits der Grenze vertrieben wurden, einen Ort der Erinnerung errichtet.

Kurz nachdem wir die Grenze nach Tschechien überquert haben, erinnert ein Denkmal an eine Schlacht im Dreißigjährigen Krieg.

Nach einem kurzen Abstecher zum ehemaligen Friedhof von Rozvadov (Roßhaupt)

sind wir nach links Richtung Nove Domky (Neuhäusl) abgebogen. Vorbei an der Kirchenruine

haben wir den Punkt angesteuert, wo die Aussenminister Dienstbier und Genscher am 23.12.1989 symbolisch den Eisernen Vorhang durchtrennt haben.



Danach sind wir durch naturbelassene Landschaft Richtung Hoštka (Hesselsdorf) geradelt. Anders als viele andere Ansiedlungen im Grenzgebiet, die nach dem Zweiten Weltkrig aufgelassen wurden, existiert dieser Ort noch. Deshalb finden auf dem Friedhof auch heute noch Beerdigungen statt.

Räumlich abgetrennt sind noch Gräber erhalten, die von den ehemals deutschen Bewohnern angelegt wurden.
Von dem Ort Bohuslav (Wusleben) wurden 1967 die letzten Häuser abgerissen,

Labut (Labant) dagegen, nur ein paar Kilometer weiter, existiert noch. Auch hier haben wir den Friedhof besucht. Dort wurde von den Vertriebenen nach der Wende in Erinnerung an die alte Heimat eine Erinnerungstafel angebracht.

Labut ist auch der Geburtsort von Franz Bummerl, der zusammen mit Ernst Mosch die Egerländer Musikanten gegründet hat.
Durch den Wald, zumeist bergauf haben wir in Primda den höchsten Punkt unserer Tour erreicht. Ab hier, zumeist bergab auf bester Strasse, sind wir, vorbei an der Kirchenruine Svata Apolena (Sankt Apollonia)

nach Nova Ves (Neudorf) geradelt. Hier liegt der alte Friedhof abseits unserer Route im Wald.

Er ist leider nicht sehr gepflegt, und kann "optional" natürlich aufgesucht werden. Nach dieser letzten "Friedhofsstation" der heutigen Tour sind wir erwartungsfroh Richtung Zelezna geradelt, um im Cafe Restaurant Praha unsere verdiente Mittagspause zu machen. Sowohl das Platzangebot im Restaurant wie auch die Auswahl an Speisen ist riesig und kann uneingeschränkt empfohlen werden. Kurz nach dem Grenzübergang Tillyschanz

haben wir noch einen kurzen Stop bei der Waldkapelle eingelegt. Auch diese Kapelle wurde von Vertriebenen Deutschen in Gedenken an die ehemalige Heimat im Egerland errichtet.

In Eslarn sind wir dann auf den Bockl Radweg eingebogen

und waren recht schnell wieder bei unseren Autos in Waidhaus.
Bilder von der Radtour
Verpflegung

























