Heute haben wir viele neue Erfahrungen gemacht.
Während der Abfahrt in Budapest gab es für uns eine völlig neue Erscheinung: es hat leicht geregnet.
Bei unserer Ankunft im slovakischen Sturovo, es waren nur 60 km zu fahren, war aber wieder alles wie immer. Blauer Himmel und Sonnenschein. Deshalb haben wir auch gleich unsere Räder gesattelt, um über die Donaubrücke wieder zurück nach Ungarn zu fahren.

Dabei konnten wir auch schon einen Blick auf unser Ziel von morgen werfen, die Basilika von Esztergom.

Doch heute sollte es zur Burg Visegrad gehen. Die ersten Kilometer waren sehr angenehm auf dem Radweg, direkt an der Donau, zu fahren. Das wesentlich längere Stück mussten wir aber auf der Bundesstrasse radeln. Zum Glück war sehr wenig Verkehr, so dass wir wenigstens gut Kilometer "fressen" konnten.
Im Ort Visegrad war dann der Abzweig zur Burg. Dabei schlängelt sich die Strasse ca. vier Kilometer, bei moderater Steigung bergauf. Kurz unterhalb der Burg haben wir noch einmal kurz gerastet, um den Blick auf die tief unten fließende Donau zu werfen.

Wie wir auf unserer Tour nun schon mehrfach erfahren haben, ging es auch hier erst einmal viele Treppen nach oben.

Neu war für uns aber, dass wir freien Eintritt hatten, wegen dem "Alter". Da fielen die nächsten Stufen doch schon viel leichter.

Verschiedene Ausstellungen sollten das Leben auf der Burg, wie es früher war, darstellen. Ich frag mich dann immer, wie man 1323 auf die Idee kommen kann, hier oben eine Burg zu bauen?
Die Weiterfahrt ging dann auf der anderen Seite wieder vier Kilometer bergab, zur Donaufähre Richtung Nagymaros.
Auf Empfehlung eines Komoot Users sind wir dort bei einer Bäckerei eingekehrt. Die Kuchenauswahl war tatsächlich riesig, aber zum Trinken gab es nur die kleinen Gefässe.

Gut gestärkt, und auf allerbestem Radweg rollten wir nun Richtung Sturovo zurück. Als der Himmel mit dunklen Wolken

und Donnergrollen drohte, haben wir uns vorsichtshalber schon einmal gerüstet.

Kurze Zeit später hat sich unsere Vorsicht schon ausgezahlt. Bei jetzt strömenden Regen konnten wir im Unterstand das Regenende aber nicht abwarten. Zum Regen kam dann auch noch ein heftiger Wind, der uns die Weiterfahrt auf dem Radweg unmöglich machte.

Also wieder zurück auf die Landstrasse, doch dort plötzlich ein Stau mit landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen.

Doch auch dadurch liessen wir uns nicht aufhalten und haben total durchnässt, aber gesund, unsere Unterkunft erreicht.
Nach dem Abendessen haben wir noch eine Runde durch den Ort gedreht. Dabei war die Basilika auf der ungarischen Seite allgegenwärtig und hat uns am meisten beeindruckt.
